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Allgemeines > ADHS / Scheidung / Umgangsproblematik | 3 Beiträge | 875 Aufrufe |
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01.04.2009 09:58 von Chaosprinzessin ( 5 Beiträge )
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Nein, einen Rat hab ich nicht. Aber, was Du schreibst hat mich sehr erschüttert. Von allen Leuten, die ich kenne, habe ich aber noch nie die Erfahrung gemacht, dass ADHS, als Krankheit, eine Berücksichtigung vor Gericht gefunden hätte. Zumal die Krankheit bei Erwachsenen gar nicht bekannt ist. Ab und an wird beim Besuchsrecht für das Kindswohl entschieden. Also für das Elternteil, dass von ADHS, vielmehr seinen Spätfolgen, weniger betroffen scheint. Aber das Gericht weiss nicht, was ADHS ist. Gewalt, Boderline, Alkohol, ja, alles was Du schreibst, ja. Aber ADHS nein. Du schreibst es ja selber: "Wir haben alle AD(H)S, mein Exmann ist undiagnostiziert." Ich weiss, was Du meinst: WIR wissen es, aber die Ärzte nicht. Und der, der es in der Familie am meisten hat, der weiss es am allerwenigsten.
ADHS ist Traumatisierung! Da brauchst Dir jetzt als Mutter keine Schuldgefühle einreden, schlechte Mutter oder schlechten Mann ausgesucht, oder irgendwie so. ADHS, selbst unter den optimalsten familären Bedingungen, also selbst, wenn es nicht vererbt würde, sondern vom Himmel käme, IST Traumatisierung.
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02.04.2009 04:59 von Eiselein ( 5 Beiträge )
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Vielen Dank für Deine lieben, tröstenden Worte. Hat mich sehr gefreut. Das depremierende und kraftraubende an der Sache ist, dass man mit der GANZEN Problematik so alleine und manchmal überfordert ist. Der AD(H)S-Alltag ist schon anstrengend genug, von der Selbstorganisation angefangen, bis zu den Kindern, die man permanent zu allem antreiben muß, ganz zu schweigen vom Schul- und Lernstress... Wenn dann die Kinder über Jahre hinweg zur Therapie müssen, um die Vaterproblematik zu bearbeiten, was lediglich zur Folge hat, dass die Ablehnung noch größer wird und permanent alte Wunden wieder aufgerissen werden und nachhaltig die Kinder im Alltag belastet, der Vater aber untherapiert und uneinsichtig ist, dann steht man irgendwann da, und sagt, das gibt es doch nicht, ich schaffe das alleine nicht. Soll ich meine Kinder also opfern und aufgeben? Sie zur Therapie schicken, was sie glaubend macht, dass sie nicht "normal" sind, weil sie wegen Vati da hin müssen. Sie zum Vati zum Umgang schicken, und Ihnen erklären, dass ich leider nichts tun kann, während sie einnässen, Albträume haben, Nägel kauen, aggressiv werden und weinen? Das macht mich so traurig in unserer Gesellschaft. Das Jugendamt verallgemeinert "das Recht des Vaters auf Umgang" nach dem Motto: Kost es, was es wolle. Und die vom Gericht bestimmten Psychologen/Umgangspfleger haben nur die Aufgabe, Umgang wieder herzustellen, egal mit welcher Vorgeschichte. Die AD(H)S-Fachleute behandeln das AD(H)S, bislang habe ich aber noch niemanden gefunden, der die Courage hatte zu sagen, ich helfe Ihnen und den Kindern aus dieser Situation heraus, damit das Kindeswohl gesichert wird, und stelle mich mit all meiner AD(H)S-Kompetenz hinter sie. Die Gutachter verlangen leider zu viel Geld, das man in der Regel als Alleinerziehende nicht hat. Und die Rechtsanwälte haben meist kein ADS-Wissen und arbeiten bei solch umfangreichen Fällen natürlich auch nicht umsonst. Also ist das Recht und das Kindeswohl leider auch eine Geldsache geworden. Und mein ganzes AD(H)S-Fachwissen hilft mir nichts. Ich kann zwar den Kindern helfen im Bezug auf ihre Konzentrationsstörungen, ihre Impusivität, Lernen, usw., ich konnte mich "umerziehen und besser organisieren", aber die dramatishen Folgeerscheinungen, die AD(H)S bislang in unserem Leben bewirkte, und bei allen undiagnostizierten und unbehandelnden Familien produziert, gegen die kann ich nichts tun und muss hilflos und machtlos zusehen. Und da frage ich mich einfach, wofür ich die dutzende von Büchern studiert habe, so viel Fachwissen in meinem Kopf habe, wenn es letztlich nichts bringt und nützt. Es bleibt bei so einer Geschichte nicht mehr die eigentlich nötige Zeit, mal ein unbeschwertes Leben zu führen und sich auf das zu konzentrieren, was wichtig ist: Nämlich dass die Kinder, die AD(H)S haben von Haus aus gehandicapt sind und viel mehr Liebe, Unterstützung, Hilfe, Kraft und Aufmerksamkeit brauchen, als "gesunde" Kinder. Das alleine wäre schon ein Job für sich, eigentlich der schönste Job, denn der Lohn sind 2 glückliche, fröhliche Kinder. Das ist der Vorwurf, den ich mir mache, dass ich mit meiner falschen Partnerwahl den Kindern als Konsequenz sehr viel Unbeschwertheit unabsichtlich genommen habe, eine sorglose Kindheit nicht bieten kann, und sie mit Problemen konfrontiert sind, die ihre Eltern produziert haben, und nie von sich sagen können: Wir hatten ein harmonisches Elternhaus und eine sorgenfreie Kindheit. Das tut weh! |
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02.04.2009 11:36 von Chaosprinzessin ( 5 Beiträge )
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Hallo ertsmal! Ich bin ganz neu bei my peopls und noch total unerfahren... Bzgl. ADHS weiß ich seit 2 Jahren,was mit meinen Kindern, mir und meinem Exmann los ist. Mich interessiert vorallem, ob jemand die Erfahrung gemacht hat, dass ADHS beim Umgang mit dem Vater der Kinder gerichtlich berücksichtigt wurde. Wir haben alle ADS/ADHS, mein Exmann ist undiagnostiziert und untherapiert, hat aber Verdacht auf Boderline... Wir hatten schlimmes erlebt, von sex. Störungen, sex. Nötigung, Agression, gestörte Impulssteuerung, Suizidandrohungen, Drohungen, seel. Gewalt, Lügen, Schulden, u.v.m. Die Kinder und ich haben lange Therapien gemacht, u.a. Traumatherapie. Seit 7 Jahren bin ich geschieden, die Kinder sind noch immer traumatisiert und verweigern den Umgang zum Vater. Laut Gutachtern, Psychologen und Ärzten ist das auch gut so, aber das Gericht und die Behörden sehen das anders und wollen die Kinder weiter zur Therapie und zum Umgang zwingen. Das ADS/ADHS und die Traumatisierung der Kinder widr total übergangen, und die Auswirkungen wie z.B. Einnässen, Schlafwandeln, Albträume, etc. ebenfalls. Dabei hat man doch schon mit dem ADS schon zu kämpfen... Hat jemand einen Rat, wo wir un noch hinwenden können? Danke vorab! 

