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08:04 Uhr |
ADS unaufmerksamer Subtyp |
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26APR
260 Aufrufe 0 Kommentare 4 Monate 1 Woche 2 Tage alt von web4health weiterlesen Kommentar abgeben |
Manchmal ist es wichtig und richtig sich an die Grundlagen der Diagnostik bzw. der Kriterien von ADHS zu erinnern. So geschehen auf einem Symposium des ADHS-Deutschland e.V. in Nordenham. Einer der "Ur-Väter" der Verhaltenstherapie bei ADHS ist sicher Fritz Jansen. Unzählige Psychotherapeuten der Fachrichtung Verhaltenstherapie sind mit seiner Video-Diagnostik und damit verbundenen Therapieansätzen in Berührung gekommen. Man mag dazu stehen wie man will. Richtig finde ich dass die Dokumentation des Verhaltens bzw. der Symptomatik über Video eine grosse Hilfe darstellen kann. Speziell wenn es um das Thema "Unaufmerksamkeit" geht. Da "Konzentration" ein sehr vielfältig gebrauchter Begriff ist sollte man nicht vorschnell von Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsproblemen sprechen wenn man sie nicht objektivieren kann. Damit meine ich nicht einen völlig sinnfreien Konzentrationstest (d2) oder neuropsychologische Tests. Sondern schlicht die Beobachtung des Verhaltens (und ggf. eine Aufzeichnung per Kamera / Handy etc). Ablenkbarkeit bzw Unaufmerksamkeit ist sichtbar. Hierzu gehört bei Jansen eine der Standardsituationen beim Gesellschaftsspiel in der Familie dazu. Kamera laufen lassen und dann beobachten. Ein ADS-Kind wird schon beim Aufbauen der Spielutensilien mal "wegdriften". Die Aufmerksamkeit ist nicht da wo sie kontinuierlich hingehört. Sie folgt nicht dem Handlungsablauf sondern ist dann schnell ganz woanders. Das kann man sehen. In wenigen Sekunden bei der Videoaufnahme. Das passiert in einem kurzen Zeitabschnitt von wenigen Minuten zig Mal. Es geht mir hier jetzt nicht um die Therapiekonsequenzen der richtigen oder falschen Reaktionen der Bezugspersonen (was Jansen u.a. mit "Ziehen" als Konsequenzen im 1-Sekunden-Fenster" beschreibt). Es geht mir vielmehr darum dass diese Form der Ablenkbarkeit und Konzentrationsstörung eben auch "objektivierbar" ist. Und sein muss. Nicht jede Form der Unaufmerksamkeit ist also ADS vom unaufmerksamen Typ. Salopp drücke ich es mal als "HÄÄÄÄÄ&Au[...] aus. Dieser Blick der in das Nichts starrt und wo einfach Informationen fehlt bzw. das Kind (oder der Erwachsene) in der inneren Aufmerksamkeitsaktivierung rapide abfällt (und sich dann entsprechend schwer wieder "hochfahren" muss). Wie ein Bildschirmschoner der auf schwarz geht und dann bei einer äußeren interessanten Handlung wieder hell wird. Quasi also ein schnelles Wegdimmen. Die Aufmerksamkeitsregulation der ADS-Kinder ist also in aller Regel unteraktiv bzw. sie haben es weit schwerer ein normales Aktivierungsniveau zu halten. Davon abzugrenzen ist aber der "UPPPPPPPPSSSSSSSSSSS"-Moment. Bei Kindern die unter einer chronischen Anspannung stehen (bzw. sehr sensibel Spannungen und negative Reaktionen ihrer Umgebung (Tonfall der Mama angespannte Atmung Bllck) registrieren kommt es zu Irriationen und Schreckmomente. So wie wenn man eine Art "Sekundenschlaf" beim Autofahren hätte. Das Problem dabei ist dass diese "erschreckten" Momente nicht der Lernerfahrung bzw. lerntherapeutischen (verhaltenstherapeutischen) Veränderungen zugänglich sind. Erschreckte Erfahrungen sind wie kleine Traumata. Und sie sind von ähnlichen Situationen "triggerbar" d.h sie können auch nach Jahren wieder durch eine ähnliche Konstellation aufgerufen werden. Das löst auch einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit aus. Aber eher wie ein Zusammenzucken eine kurzzeitige Irritation oder auch ein "De ja vu-Erleben". Diese Formen der Unaufmerksamkeit sollte man aus meiner Sicht bei ADS/ ADHS ganz genau unterscheiden können. Wenn kein klarer Hinweis für eine Unteraktivierung bzw. Störung der Aufmerksamkeitsregulation im Sinne der oben beschriebenen Auffälligkeiten besteht kann es alle möglichen und unmöglichen Gründe für Konzentrationsmängel geben. Und wenn die zweite Form der Unaufmerksamkeit / bzw. Irritationsmomente im Sinne von "Erschreckung" vorliegt wird übliche ADHS-Therapie versagen. | |
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11:04 Uhr |
Wiederentdeckung einer Krankheit |
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10AUG
827 Aufrufe 0 Kommentare 12 Monate 4 Wochen 0 Tage alt 02.08.09 von brombel weiterlesen Kommentar abgeben |
Ein zerrissenens wenn auch Erfo9lgreiches Leben liegt hinter mir ständig getrieben von einem Feuer dass ich nicht kontrollieren konnte. Ich bin an jeder Station angehalten die hier und anders wo beschrieben wurde. jetzt bin ich 41 Jahre alt und mein Lebenslauf würde zig Blätter füllen. Seit heute hab ich nun endlich den Häuptling gefunden mit dem ich sprechen möchte. Die Drogen die Umzüge die Verkehrsunfälle das ständige Themawechseln das waren nur kleine Häuptlinge.... | |
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22:13 Uhr |
Autofahren bei ADHS |
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17DEC
947 Aufrufe 1 Kommentare 20 Monate 3 Wochen 3 Tage alt von web4health weiterlesen Kommentar abgeben |
Auch in Deutschland hat sich so langsam rumgesprochen dass es ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Verkehrsunfälle bei jungen Erwachsenen mit (unbehandeltem) ADHS gibt. Hieraus hat sich eine Initiative entwickelt die sich zum Ziel gemacht hat Jugendliche und junge Erwachsene über die Risiken im Strassenverkehr bei Weglassen der Medikation zu informieren. Eine interaktive englischsprachige Informationsmöglichkeit findet man hier Ich kann gar nicht genug betonen wie wichtig da vernünftige Aufklärung und Information ist. Natürlich ist es uncool Medikamente nehmen zu müssen. Aber noch viel uncooler ist es wenn man sich mit 18 in einem unüberlegten Moment dazu entschliesst mal eben kurz noch einen Trecker zu überholen und den Gegenverkehr nicht beachtet. In meinem Bekanntenkreis bzw. bei ehemaligen Kollegen habe ich in den letzten Jahren allein 3 solcher Todesfälle miterleben müssen. In einem Fall war eine Diagnostik bei mir schon eigentlich ausgemacht aber es kam halt beim Sohnemann immer wieder "was dazwischen". Bevor man als Eltern seine ADHS-Kinder ans Steuer eines 2 oder 4-Rades lässt sollte man unbedingt auf eine vernünftige Diagnostik und Behandlung drängen. Sicher Risiken kann es überall geben. Aber man muss das Schicksal eben auch nicht herausfordern. Wissenschaftlich ist heute klar erwiesen dass die Behandlung von ADHS das Unfallrisiko der ADHS-Klienten deutlich senkt. Daher wäre es fahrlässig auf eine entsprechende Behandlungsmöglichkeit zu verzichten. | |
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